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E-Mail-Authentifizierung einrichten: SPF, DKIM und DMARC Step-by-Step

Diese Anleitung führt dich durch die vollständige Einrichtung von SPF, DKIM und DMARC – für Google Workspace, Microsoft 365, IONOS und Strato. Am Ende ist deine Domain gegen E-Mail-Spoofing geschützt und deine Mails landen zuverlässig im Posteingang.

Voraussetzung:

Du benötigst Zugang zu den DNS-Einstellungen deiner Domain (beim Registrar oder Hoster) sowie Admin-Zugang zu deinem E-Mail-Dienst.

Überblick: Die richtige Reihenfolge

Die Einrichtung sollte immer in dieser Reihenfolge erfolgen:

  1. SPF einrichten – Welche Server dürfen senden?
  2. DKIM einrichten – Kryptografische Signatur aktivieren
  3. DMARC mit p=none einrichten – Monitoring starten, Reports sammeln
  4. Reports auswerten – 2–4 Wochen beobachten
  5. DMARC verschärfen – Auf p=quarantine, dann p=reject
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Google Workspace: SPF, DKIM und DMARC einrichten

Schritt 1: SPF für Google Workspace

Lege diesen TXT-Record in den DNS-Einstellungen deiner Domain an:

Name@
TypTXT
Wertv=spf1 include:_spf.google.com ~all

Wenn du weitere Mailversand-Dienste nutzt (z.B. Mailchimp), füge diese ebenfalls hinzu: v=spf1 include:_spf.google.com include:servers.mcsv.net ~all

Schritt 2: DKIM für Google Workspace

  1. Öffne admin.google.com
  2. Gehe zu Apps → Google Workspace → Gmail → E-Mail-Authentifizierung
  3. Wähle deine Domain, klicke "DKIM-Schlüssel generieren" (2048 Bit empfohlen)
  4. Kopiere den angezeigten TXT-Record und trage ihn ins DNS ein:
Namegoogle._domainkey
TypTXT
Wertv=DKIM1; k=rsa; p=MIGfMA0...

Warte 10–30 Minuten auf DNS-Propagation, dann in der Admin-Konsole auf "Authentifizierung starten" klicken.

Schritt 3: DMARC für Google Workspace

Name_dmarc
TypTXT
Wertv=DMARC1; p=none; rua=mailto:dmarc@deinedomain.de
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Microsoft 365: SPF, DKIM und DMARC einrichten

Schritt 1: SPF für Microsoft 365

Name@
TypTXT
Wertv=spf1 include:spf.protection.outlook.com ~all

Schritt 2: DKIM für Microsoft 365

  1. Öffne das Microsoft 365 Defender Portal
  2. Gehe zu Email & collaboration → Policies & rules → Threat policies → Email authentication settings
  3. Wähle den DKIM-Tab, wähle deine Domain, klicke "Enable"
  4. Microsoft zeigt dir zwei CNAME-Records. Trage beide ins DNS ein:
selector1._domainkey.deinedomain.de CNAME selector1-deinedomain-de._domainkey.microsoft.com
selector2._domainkey.deinedomain.de CNAME selector2-deinedomain-de._domainkey.microsoft.com

Schritt 3: DMARC für Microsoft 365

Name_dmarc
TypTXT
Wertv=DMARC1; p=none; rua=mailto:dmarc@deinedomain.de

IONOS: SPF, DKIM und DMARC einrichten

Bei IONOS-Hosting-Paketen sind SPF und DKIM oft voreingestellt. Prüfe dies zunächst mit unserem Checker, bevor du Änderungen vornimmst.

SPF für IONOS

Name@
TypTXT
Wertv=spf1 include:spf.ionos.de ~all

DKIM für IONOS

Bei IONOS wird DKIM für Postfächer automatisch aktiviert und verwaltet. Im IONOS-Control-Panel unter E-Mail → E-Mail-Postfächer findest du den Status. Falls DKIM fehlt, wende dich an den IONOS-Support.

DMARC für IONOS

Lege diesen TXT-Record in den DNS-Einstellungen (IONOS Control Panel → Domains → DNS) an:

Name_dmarc
TypTXT
Wertv=DMARC1; p=none; rua=mailto:dmarc@deinedomain.de

Strato: SPF, DKIM und DMARC einrichten

SPF für Strato

Name@
TypTXT
Wertv=spf1 include:spf.strato.de ~all

DKIM für Strato

Strato aktiviert DKIM automatisch für alle Postfächer. Im Strato Kundenbereich unter E-Mail → E-Mail-Einstellungen kannst du den Status einsehen.

DMARC für Strato

DNS-Einstellungen bei Strato: Kundenbereich → Domains → DNS-Verwaltung:

Name_dmarc
TypTXT
Wertv=DMARC1; p=none; rua=mailto:dmarc@deinedomain.de

DMARC schrittweise verschärfen

Nach 2–4 Wochen mit p=none und regelmäßiger Auswertung der rua-Reports:

  1. Alle legitimen Absender in SPF und DKIM konfiguriert? → Wechsel zu p=quarantine; pct=10
  2. Keine ungewollten Blockierungen? → pct=50, dann pct=100
  3. Alles stabil? → p=reject – maximaler Schutz aktiviert

Häufige Fehler bei der Einrichtung

Fehler 1: Zu früh auf p=reject

Der häufigste Fehler: Direkt mit p=reject einzusteigen, ohne vorher Reports gesammelt zu haben. Das kann dazu führen, dass legitime E-Mails – zum Beispiel von einem CRM-System oder einem externen Newsletter-Dienst – blockiert werden, weil SPF oder DKIM für diesen Dienst noch nicht konfiguriert wurden.

Immer erst mit p=none starten, Reports auswerten, alle Absender identifizieren und dann schrittweise vorgehen.

Fehler 2: DNS-Änderung nicht verifiziert

Nach dem Anlegen eines DNS-Records ist eine Verifikation unerlässlich. Öffentliche DNS-Resolver zeigen wegen Caching manchmal veraltete Daten – prüfe daher immer direkt am autoritativen Nameserver. Unser Checker tut genau das.

Fehler 3: Mehrere SPF-Records

Pro Domain darf es nur einen TXT-Record geben, der mit v=spf1 beginnt. Zwei separate SPF-Records führen zu einem PermError und damit zu fehlenden SPF-Checks. Alle Dienste müssen in einem einzigen Record per include: zusammengefasst werden.

Fehler 4: DKIM generiert, aber nicht aktiviert

Bei Google Workspace und Microsoft 365 ist es ein zweistufiger Prozess: Erst den DNS-Record anlegen, dann DKIM in der Admin-Konsole aktivieren. Nur wenn beides getan wurde, werden E-Mails tatsächlich signiert.

Optional: MTA-STS und BIMI

Nach der Basisabsicherung mit SPF, DKIM und DMARC gibt es zwei weitere optionale Standards:

  • MTA-STS erzwingt TLS-Verschlüsselung beim E-Mail-Transport zu deinem Server und verhindert Downgrade-Angriffe.
  • BIMI zeigt dein Firmenlogo im Posteingang des Empfängers an – setzt DMARC mit p=quarantine oder p=reject voraus.

Warum jede Domain E-Mail-Authentifizierung braucht

E-Mail-Authentifizierung ist keine optionale Absicherung für große Konzerne. Jede Domain – egal ob Freiberufler, kleines Unternehmen oder gemeinnützige Organisation – kann für Spoofing-Angriffe missbraucht werden. Die Angreifer suchen gezielt nach Domains ohne DMARC, weil diese leichte Ziele sind.

Die gute Nachricht: Die Einrichtung ist kostenlos und dauert – wenn man weiß, was zu tun ist – oft weniger als eine Stunde. Mit diesem Artikel und unserem DMARC-Checker als Verifikations-Tool hast du alles, was du brauchst.

Denk daran: Google und Yahoo verlangen seit Februar 2024 von allen Massenversendern (mehr als 5.000 E-Mails täglich) SPF, DKIM und DMARC. Auch für kleinere Sender ist die Konfiguration ein entscheidender Faktor für die Zustellbarkeit – E-Mails von Domains mit DMARC landen signifikant seltener im Spam.

Zusammenfassung: Die wichtigsten DNS-Records
SPF:@ TXT → v=spf1 include:[anbieter] ~all
DKIM:[selektor]._domainkey TXT → v=DKIM1; k=rsa; p=[schlüssel]
DMARC:_dmarc TXT → v=DMARC1; p=none; rua=mailto:[deine@adresse]
Konfiguration direkt prüfen

Nach jeder Änderung: Nutze unseren Checker, um sofort zu sehen, ob die DNS-Records korrekt hinterlegt sind – direkt vom autoritativen Nameserver.

Jetzt Domain prüfen →

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